Spätestens im letzten Drittel der Schwangerschaft, wenn der Nestbautrieb bei der werdenden Mutter einsetzt, müssen sich die Eltern mit der notwendigen Ausstattung für den Nachwuchs auseinandersetzten.

In Einrichtungshäusern liegen dazu ganze Listen von Dingen aus, ohne die es scheinbar unmöglich ist, seine Kinder großzuziehen. Natürlich gehört es zu den schönsten Dingen der Welt alles liebevoll für das Baby auszusuchen. Dennoch sind viele werdende Eltern gezwungen rational zu entscheiden was gekauft wird und was nicht, da mit der Geburt oftmals eine Kürzung im Einkommen einhergeht bzw. höhere Kosten für bspw. Wohnraum entstehen. Zudem achten viele Eltern insbesondere beim Einkauf für ihren Schatz auf Hochwertigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte.

Die gängigsten Babyprodukte im pro und contra Vergleich

Babybett

Bei kaum einem Thema gehen die Meinungen so auseinander wie bei der Frage “Wo soll ein Baby schlafen”. Die einen plädieren für das Familienbett, was den Vorteil des Liegenbleibenkönnens bei der nächtlichen Umsorgung bietet und argumentieren mit angeborenen Urbedürfnissen des Neugeborenen. Die anderen sind bspw. aus medizinischen Gründen (Stichwort SIDS) oder um eine körperliche Nähe zwischen den Eltern weiterhin zu ermöglichen streng für das Schlafen im eigenen Bettchen. Egal welcher Fraktion man sich anschließt, ist ein Kinderbett jedenfalls unverzichtbar. In den ersten 6 Monaten bietet sich dazu insbesondere eine mobile Version (wie ein Bett mit Rollen oder ein klassischer Stubenwagen) an, da dadurch viele Tätigkeiten im Haushalt oder auch Freizeitbeschäftigungen und Besuche entspannt neben dem schlafenden Baby stattfinden können. Sobald das Baby mit dem Aufsetzen beginnt, muss man dann allerdings auf eine stabilere Version mit einer höheren Absperrung umsteigen. Ab dem 6. Monat bietet das Bettchen dann auch einen guten Platz, um auch das muntere Baby sicher für eine kleine Weile abzulegen. Bei stabilen Babybetten ist insbesondere darauf zu achten, dass mögliche Gitterstäbe nicht zu weit auseinanderstehen, da Kleinkinder hier gerne Füße und Beine hinausstrecken. Für unruhige Schläfer kann als Alternative auch ein Reisebett zum Einsatz kommen, das bei der Absperrung besonders durch das weiche Material in Verbindung mit Netzstoff punktet. Gute Babybetten sind grundsätzlich in allen Preiskategorien zu finden. Manche Hersteller bieten auch mitwachsende Betten an, die dem jeweiligen Alter angepasst werden können, oftmals aber sehr hochpreisig sind. Die grundsätzlich zu begrüßende Idee – auch aus Gründen der Nachhaltigkeit – lange im Babybett zu schlafen, scheitert allerdings regelmäßig an den Kleinen, die sich oft relativ früh ein Bett für große Kinder wünschen bzw. aus Platzgründen bei weiterem Nachwuchs ein Stockbett angeschafft werden muss. Wie bei vielen Babyprodukten gilt auch beim Babybett, dass bereits gebrauchte Betten den Vorteil einer geringeren Schadstoffbelastung (z.B. durch Lack) bieten.  

Wickelkommode

Ein Klassiker bei der Babyausstattung ist die Wickelkommode. Bei der Anschaffung einer klassischen Wickelkommode ist zu bedenken, dass diese einen relativ großen Platz im Kinderzimmer einnehmen. Spätestens ab dem 6. Monat, sobald sich die Babys zu drehen beginnen, ist das Wickeln auf einer Kommode auch nicht ungefährlich. Das gilt insbesonders wenn sich die Eltern zeitgleich um Geschwisterkinder kümmern müssen. Eine gute Alternative zu einer Wickelkommode ist ein Wickelaufsatz, der auf einer Kommode angebracht werden kann bzw. das Wickeln des Kindes auf der Waschmaschine mit einer Wickelunterlage. Diese Lösung bietet auch den Vorteil, dass dann oftmals fließendes Wasser zur Verfügung steht. Besonders unruhige Babys bzw. Geschwisterbabys von noch Kleinkindern sollten lieber am Boden mit Wickelunterlage gewickelt werden, um ein Herunterfallen in einem unaufmerksamen Moment zu verhindern.

Kinderwagen

Kinderwagen zählen wohl zu den am meisten gebrauchten Baby- und Kleinkindartikeln. Besorgungen, Termine und Spaziergänge sind damit entspannt möglich und erleichtern die Mitnahme der notwendigen Outdoor-Grundausstattung für den Nachwuchs. Das gilt auch für Mütter die ihre Kinder grundsätzlich lieber in Tragetüchern und Co bei sich haben, da man in manchen Situationen einfach spontan eine sichere Liegemöglichkeit für die Kleinen benötigt.

Je nach geplanter Häufigkeit der Nutzung sollte beim Kauf auf die Qualität der Produktes geachtet werden. Ansonsten gilt, dass der Wagen an die eigenen Bedürfnisse (wie bspw. geplante Waldspaziergänge – hier braucht man große Räder oder ausschließlich Nutzung in der Stadt – hier punkten schmale Modelle, die z.B. in einen Lift passen) angepasst werden sollte.

Bekannte Hersteller, wie bspw. Bugaboo und Teutonia überleben meist mehrere Kinder, was den erstmals hohen Anschaffungspreis auf die Jahre gerechnet relativiert. Grundsätzlich gibt es auch bei Kinderwagen in allen Preiskategorien durchaus gute Modelle. Geachtet werden sollte insbesondere auf die leichte Lenkung der Räder (Schwenkbarkeit der Vorderräder), sowie die Möglichlichkeit den Wagen mit einer Hand zu schieben (dies erleichtert einem den Alltag enorm insbesondere wenn Geschwisterkindern später die Hand gegeben werden muss, das Baby weint und neben dem Schieben getragen werden muss oder einfach ein Caffe Latte genossen wird). Ein absolutes Muss ist zudem die Möglichkeit den Wagen auch alleine zu heben. Hier ist Vorsicht geboten, da zwischen den Wagen und Preiskategorien enorme Gewichtsunterschiede bestehen. Praktisch sind auch Stauräume unter dem Sitz, da mit zunehmendem Alter immer mehr Sachen mitgenommen werden müssen. Sind bereits Geschwisterkinder geplant, lohnt es sich beim Kauf auch nachzufragen, ob und wenn ja welche Trittbretter montiert werden können (Achtung hierbei auf Fußbremsen, die teilweise eine Montage verhindern).

Bei der Farbe des Wagens sollte man sich nicht von sanften beige- oder weißtönen verführen lassen, da die Kleinen spätestens ab dem Beikostalter und insbesonders nach Spielplatzbesuchen starke Gebrauchsspuren hinterlassen. Viele Modelle sind zwar waschbar, allerdings ist dies meist mühsamer als dargestellt, da die Wägen dazu grundsätzlich wieder teilweise zerlegt werden müssen. Empfehlenswert ist zudem der Einsatz von Sitzauflagen, die leicht als ganzes in die Waschmaschine gesteckt werden können. In der Winterzeit sind zudem Schafsfelle der ideale Begleiter, da diese kuschelig warm halten ohne die Kleinen zu überwärmen und unkompliziert mit feuchten Tüchern gereinigt werden können.

(Elektrische) Babywippe

Babywippen gibt es in verschiedenen Ausstattungen und Designs. Von klassisch schlichten Stoffmodellen (wie zb. von Babybjörn) bis zu weich gepolsterten Modellen mit reichlich Spielausstattung bzw. kleinen Spiel- und Esstischchen. Spielt das finanzielle keine Rolle bzw. steht noch ein Geschenk von Verwandten oder Freunden aus, spricht nichts dagegen sich eine schicke Wippe nach dem eigenen Geschmack anzuschaffen. Wirklich notwendig sind sie aber nicht, da sie den Alltag mit Baby nicht maßgeblich vereinfachen. Kinder bis rund 6 Monate sollten aus ergonomischen Gründen nicht zu lange in Wippen sitzen bzw. sind auf einer weich gepolsterten Babydecke mit  einem Spielebogen mindestens genauso gut untergebracht. Nach dem 6. Lebensmonat ist der Bewegungstrieb der Kleinen dann meist so groß, dass sie es nicht mehr schätzen in Babyliegen angeschnallt zu werden, außer ein Elternteil spielt nebenbei mit den Kleinen. 

Tragetuch bzw. Babytrage

Als gute Alternative zum Kinderwagen sowie für Babys die an den 3-monats Koliken leiden, zahnende Babys, in den Abendstunden bzw. bei der Erledigung von Haushaltstätigkeiten absolut unverzichtbar. Die Frage ob man lieber ein Tragetuch bindet bzw. eine feste Trage verwendet, kann nur selbst beantwortet werden. Beide Varianten eignen sich hervorragend um das Baby zu tragen. Nach einiger Übung sind Tragetücher genauso schnell wie Babytragen umgebunden. Bei Babytragen sollte darauf geachtet werden, dass das Baby auch in Bauchrichtung getragen werden kann, da dadurch das Gewicht maßgeblich reduziert wird. Das passende Modell bzw. Tuch sollte vor dem Kauf unbedingt anprobiert werden, da die Passform und Größe auf die Körpergröße und -Umfang angepasst sein muss. Für die Winterzeit kann man auf Jacken mit eigenem Einschub für Tragen bzw. Tragetücher zurückgreifen oder das Baby in einen Skianzug einpacken.

Komplette Sicherheitsausstattung für die Wohnung

Steckdosenschutz, Herdschutz, Türgitter, Stiegengitter, Ladenschutz, Toilettenschutz, Fensterschutzeinrichtungen sind nur ein Teil der für den Haushalt angebotenen Schutzmöglichkeiten für den Nachwuchs, die einem bereits als Schwangere nachdrücklich ans Herz gelegt werden. Dabei gilt, natürlich ist es kein Nachteil die Wohnung kindersicher zu gestalten. Eine völlige kindersichere Zone kann allerdings ohnedies nicht verwirklicht werden. Unfälle passieren leider oftmals an Orten und Stellen an denen man es garnicht erwartet hat. Nach der Geburt kann man beruhigt bis zum Krabbelalter mit der Installation von Sicherheitsvorkehrungen abwarten. Unverzichtbar sind jedenfalls Steckdosenschutzeinrichtungen (am Besten zum Einschrauben und nicht kleben), Stiegengitter (insbesondere vor Schlafräumen vor Schlafräumen) sowie Fensterschutzvorrichtungen bei gefährlich gelegenen Fenstern bzw. in Räumen in denen sich das Baby und Kleinkind auch alleine aufhalten darf. Herdschutzgitter können ebenfalls einen guten Schutz bieten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert bei der Anwesenheit von Kleinkindern in der Küche primär die hinteren Herdplatten zu benützen. Laden mit gefährlichem Inhalt können mittels Ladenschutzvorrichtungen gesichert werden. Erfahrungsgemäß lösen sich Ladenschutzvorrichtungen aber regelmäßig wieder ab, weshalb der beste Schutz das Verstauen von gefährlichen Gütern (wie Putzmittel) in höher gelegenen Stauräumen ist. Türstopper bieten ebenfalls einen guten Schutz vor dem Einklemmen von Fingern im Schließbereich, allerdings nicht vor der weitaus gefährlicheren Türangel sowie dem ebenfalls sehr unangenehmen einzwicken der Babyfüße an der unteren Kante der Tür.

Kinderhochsitz

Die meisten Modelle von Kinderhochsitzen sind erst ab dem Alter geeignet in dem das Baby alleine sitzen kann (dies ist meist ab dem 8. Lebensmonat möglich). Davor gibt es gewisse Modelle die ähnlich einer Wippe in eine leicht liegende Position gekippt werden können. Diese können dann bereits zu Beginn des Beikostalters verwendet werden. Da qualitativ hochertige Kindersitze sehr lange zum Einsatz kommen, zahlt es sich aus beim Kauf des Kindersitzes aus, auf eine hochwertige Verarbeitung zu achten. Neben den gepolsterten Modellen aus Plastik, stehen eine reihe von Kinderstühlen aus Holz zur Verfügung. Vorteil letzterer ist, dass diese auch von Kleinkindern gerne verwendet werden, da sie ähnlich einem normalen Sessel sind. Bei Modellen wie dem Trip Trap kann bei größeren Kindern die Sitzvorrichtung entfernt werden, wodurch eine Art höheres Stockerl mit Treppe entsteht. Zusätzlich empfiehlt es sich zudem an Orten, an denen man sich gerne aufhält (wie bei den Großeltern), ebenfalls günstige Kindersitze anzuschaffen, um gemeinsame Essen entspannt genießen zu können. Hier bieten günstige Einkaufshäuser wie z.B. IKEA eine gute Auswahl an leicht erschwinglichen Produkten an.

Wickeltaschen

Wickeltaschen sind ein gerne verschenktes Accessoire zur Geburt eines Kindes. Oftmals gibt es zum ausgewählten Kinderwagen bereits passende Modelle. Vielfach sind diese im Vergleich zum Grundpreis des Kinderwagens aber relativ teuer und bieten wenige Vorteile gegenüber der Befestigung einer schicken (großen) Tasche am Kinderwagen, die sich bereits meistens im Kleiderschrank der werdenden Mutter befindet. Vorteil einer normalen Tasche ist auch, dass diese praktisch mitgenommen werden kann, wenn der Wagen geparkt werden muss.

Grundausstattung an Babykleidung

Gerade beim ersten Kind macht nichts mehr Spaß als durch Kaufhäuser zu spazieren und die erste Kleidungsausstattung zusammenzustellen. Es ist sehr sinnvoll sich vor der Geburt rechtzeitig mit der notwendigen Grundausstattung einzudecken, da das Shoppen am Ende der Schwangerschaft beschwerlich werden kann. In den ersten Lebenswochen mit einem Neugeborenen, wenn der Tagesablauf sowieso auf dem Kopf steht, freut man sich zudem über jede getroffene Vorbereitung. Wichtig ist allerdings beim frühzeitigen Einkaufen auf die kommende Jahreszeit zu achten. Die meisten Neugeborenen starten dabei mit einer Konfektionsgröße von 50-56, besonders große mit 62. Gerade Bodies, Strampler, Lätzchen, Strumpfhosen, Söckchen, und Mützen sollten in einer ausreichenden Anzahl gekauft werden. Die eigene Mutter, Großmutter oder eine Freundin mit Kindern kann dabei auch eine große Hilfe sein, damit wirklich praktische und nicht nur modische Babyware erstanden wird. Ein süßes Outfit – das das Baby dann wahrscheinlich nur für ein Fotoshooting an hatte – ist natürlich aber auch nicht verkehrt.