Obwohl die Kinder jeden Abend für das Zubettgehen fertig gemacht werden, gibt es in den meisten Familien die täglichen Diskussionen ums Zähneputzen und Co.

Wie die tägliche Abendroutine mit ein paar Tricks vom allabendlichen Streß zum Spaß für die ganze Familie wird, kurz erörtert.

Schiff ahoi – ab in die Badewanne mit dir

Grundsätzlich lieben die meisten Kinder ein Wannenbad, sofern ausreichend Spielsachen (wie Becher, Trichter oder auch Badetiere) vorhanden sind und sie nach Herzenslust pritscheln können. Das erklärt auch, warum man meistens zuerst darüber verhandelt, dass die Kleinen in die Badewanne gehen und anschließend darüber, dass jetzt aber bald Zeit ist wieder herauszukommen. Damit Kinder gerne baden gehen ist es gut einen eigenen Rhytmus zu entwickeln. Beispielsweise immer nach dem Abendessen zuerst fertigmachen und dann noch fernsehen, spielen oder lesen. Es ist auch empfehlenswert die Badezeit im Vorfeld anzukündigen, falls die Kleinen gerade in ein Spiel vertieft sind. Größere Kinder kann man auch mit einer gemütlichen Atmosphäre z.B. Musik am Handy abspielen, Kerzen anzünden oder ein duftendes Wannebad locken. Falls kleine Kinder absolut nicht in die Badewanne mögen, kann man versuchen gemeinsam zu baden oder auch zu duschen. Manche Kinder lieben es mit der Dusche nassgespritzt zu werden. Ab dem Ende der Kindergartenzeit sind die Kleinen auch sehr stolz darauf, wenn sie schon alleine duschen dürfen. Eigene Pflegeprodukte, die nur von ihnen selbst verwendet werden dürfen, wie Kinder-Shampoos und Duschgels, Kinder-Cremen Anti-Ziep-Sprays und Co. machen die Freude dabei doppelt so groß.

Elterntipp: Ab und an für ein besonderes Badeerlebnis Knisterbäder, Badebomben oder auch Malfarbe verwenden macht den Kindern einen riesen Spaß!

Selber Zähneputzen macht Spaß

Das regelmäßige Zähneputzen ab dem ersten Zahn ist ein tägliches Muss. Das haben die meisten Kinder sehr schnell gelernt, falls die Eltern dabei konsequent sind. Trotzdem kann es Phasen geben, in denen Kinder einfach nicht Zähne putzen wollen.

Wichtigstes Vorbild beim täglichen Zähneputzen sind die Eltern. Es ist daher sehr sinnvoll Babys bereits ca. ab einem halben Jahr am eigenen Zähneputzen teilhaben zu lassen. Meist ist dann die Neugierde so groß, dass sie sich bereits vor dem ersten Zähnchen eine Zahnbürste in den Mund stecken wollen. Oftmals gelingt das Zähneputzen dann bis zum ersten Geburtstag mit Wattestäbchen und Zahnbürste relativ problemlos. Ab dem ersten Geburtstag wollen die Babys allerdings regelmäßig mit zunehmenden Ausmaß alleine putzen. Hier kann z.B. eine zweite Zahnbürtse Abhilfe schaffen, die das Kind in die Hand bekommt, während die Eltern nachputzen. Größere Kinder wollen natürlich auch lieber alleine putzen. Hier kann man eine elektrische Zahnbürste verwenden, die für kleine Kinder das richtige Zähne putzen erleichtert. Dennoch sollte  man sich ausmachen, dass die Eltern 1x täglich (am besten abends) nachputzen dürfen. In der Früh dürfen die Kleinen dagegen wie die Großen ganz alleine putzen.

Elterntipp: Damit das Zähneputzen noch mehr Spaß bereitet, gibt es auch spezielle Zahnbürsten die bspw. blinken oder eine Melodie abspielen, sobald die 3-Minuten Putzzeit vorüber ist. Eine andere Möglichkeit ist auch das Abspielen einer Zahnputz-App oder eines Lieblingssongs am Handy.

Haarewaschen und wer taucht am längsten?

Bei Kindern und Babys, die nicht gerne Haare waschen, ist das wöchentliche Waschen absolut ausreichend. Manchen Babys macht das Haare waschen absolut nichts aus und man kann nach dem Einschäumen und ersten Entfernen des Schaumes einfach einen kleinen Becher über den Kopf leeren. Andere sind bei Wasser eher schreckhaft. Hier kann man den Schaum nach und nach mit einem Waschlappen wegwischen. Sobald die Haare allerdings länger werden, sollte man die Kinder an das Abspülen mit einem Becher oder der Dusche gewöhnen, da der Schaum sonst nicht ordentlich entfernt wird. Die meisten Kinder fürchten beim Abspülen das Wasser im Gesicht. Hier kann man den Kindern einen Waschlappen geben, den sie sich vor die Augen halten. Größere Kinder können auch eine Taucherbrille aufsetzen und lernen dabei gleich das erste Tauchen in der Badewanne. Sobald die Kleinen die Dusche selber halten können, schätzen viele auch sich alleine abzuspülen. Diese Selbstständigkeit sollte man für die Zukunft fördern, auch wenn das Badezimmer manchmal etwas mitgeduscht wird.

Prinzen- und Prinzessinnenhaar muss geföhnt werden

Kaum hat man den Stress mit dem Haare waschen hinter sich gebracht, verkünden die Kleinen meist schon in der Badewanne – „Ich will mich heute nicht föhnen“. Ist es draußen aber nicht mehr Sommer oder sind die Haare sehr lange, führt daran aber vermutlich kein Weg vorbei. Babys kann man den Kopf meist ohne föhnen vorsichtig trocken rubbeln. Manche finden das leichte, kühle föhnen aber sehr lustig. Das muss man einfach ausprobieren. Bei größeren Kindergartenkindern mit längeren Haaren ist das Föhnen nach dem Haare waschen allerdings notwendig. Damit die meist nach dem Baden bereits sehr müden Kids das ohne raunzen aushalten, helfen folgende Tricks: Die Kinder dürfen beim Föhnen im Schlafzimmerbett sitzen oder liegen und sich einen Anti-Ziep-Spray bzw. Föhnschaum auf die Haare schmieren (das macht richtig Spaß). Größere Kinder haben auch Freude an einem eigenen, kleinen Föhn, den sie selber bedienen können. Vielleicht wollen sich Geschwister auch gegenseitig föhnen und danach eine Frisur machen.

Elterntipp: Falls man noch eine elektrische Trockenhaube zum Aufblasen von früher zu Hause hat, ist das der absolute Renner. Die Kinder kugeln sich vor Lachen, insbesondere wenn die Erwachsenen sie auch probieren.