Spätestens wenn die ersten Spielsachen durch die Luft fliegen und alle Brettspiele durchgespielt sind, heißt es auch bei richtigem Schlechtwetter, ab nach Draußen.

Aber was soll man mit den Kindern unternehmen, wenn es draußen so richtig regnet und stürmt, damit keine Langweile bei Schlechtwetter aufkommt?

Schlechtwetter gibt es nicht – nur falsche Kleidung

Diesen Spruch haben wir schon oft von unserer Oma gehört. Und grundsätzlich stimmt das auch. Voraussetzung für den Spaßfaktor dafür ist natürlich, dass auch die Erwachsenen gut eingepackt sind und nicht gleich frieren. Je nach Kälte sind die Kleinen dann auch nach relativ kurzer Zeit gut ausgetobt und freuen sich wieder auf spielen zu Hause.

Kinder lieben es mit Regenjacke und Gummistiefel durch die Pfützen zu springen. Auch eine Entdeckungstour durch den nächstgelegen Park oder Wald kann bei Regen viel Spaß machen, da Bäume einen gewissen Wind- und Regenschutz bieten. Hier können z.B. Schnecken und Regenwürmer beobachtet werden. Liegt Schnee sind Bobs (ab. ca 1 1/2 Jahren) und Rodeln (ab ca. 3 Jahren) der ideale Spaßfaktor, entweder einfach zum Ziehen oder bereits selber fahren. Kleine Kinder haben meist schon Spaß im Schnee zu laufen oder einen ersten Schneemann zu bauen. Eislaufen kann mit Kindern realistisch ab 4 Jahren begonnen werden. Viele Eislaufplätze bieten für Fahranfänger Blöcke mit Kufen zum Festhalten und Schieben an (wie z.B. Pinguine). Auf manchen Eislaufplätzen dürfen kleine Geschwister auch im Kinderwagen mit auf die Eislauffläche genommen werden. Hier sollte man sich im Vorfeld erkundigen.

Ab ins Museum

In den meisten Städten laden eigene Kindermuseen zum Basteln, Versuchen und teilweise auch Austoben auf Indoorspielplätzen ein. Dazu kann man sich bei der jeweiligen Gemeinde oder Stadt genauer informieren. Die Angebote starten für die Kleinsten oftmals bereits ab 12 Monaten und sind regelmäßig an die jeweilige Jahreszeit angepasst (wie Bspw. Laternfest oder Halloween). Es zahlt sich aber auch aus in klassischen Museen nach Kinderangeboten, wie spezielle Kindernachmittage (teilweise mit Bastel- oder Malangeboten), Kinderführungen bzw. Kinder-Audioguides zu fragen. Dabei lernt oftmals die ganze Familie neue Museen kennen.

Elterntipp: Fragen sie in ihrem Lieblingsmuseum auch nach speziellen Angeboten für Kindergeburtstage.

Ein entspannter Thermen- oder Schwimmbadbesuch

Sind die Kleinen gerade nicht verschnupft, ist ein Thermen- oder Schwimmbadbesuch der ideale Ort, um Wärme in der kalten Jahreszeit zu tanken. Dabei gilt, dass für kleine Kinder und Babys bereits drei Stunden Badevergnügen ausreichend sind (außer sie planen den Mittagsschlaf mitein). Ältere Kindergarten- und Schulkinder haben hingegen auch einen ganzen Tag Spaß im Bad. Um den Badetag entspannt genießen zu können, sollten ausreichend Spielsachen, wie Schüttbehältnisse und Badetiere für Babys sowie Taucherbrille und Wasserbälle für Kindergarten- und Schulkinder mitgenommen werden. Ein absolutes Muss sind zudem Bademäntel oder Kapuzzenhandtücher, um die Kleinen beim Jausen wieder aufzuwärmen.

Viel Spaß auf Indoorspielplätzen

Indoorspielplätze sind für Kindergarten- und Schulkinder der ideale Ort, um sich auch in der kalten Jahreszeit so richtig auszutoben. In den meisten Städten gibt es Indoorspielplätze mit einem gemischten Angebot (z.B. Trampoline, Luftburgen und Riesenrutschen) sowie spezielle Klettergärten oder Trampolinanlagen. Lange Ärmel und rutschfeste Socken oder Hausschuhe nicht vergessen!

Elterntipp: Indoorspielplätze können in der kalten Jahreszeit an Wochenenden sehr überlaufen sein. Das überfordert oft die Kleinsten. Wer flexibel in der Zeit ist, sollte die Angebote daher werktägig nützen.

Tiere in der City besuchen

Kinder lieben alle Arten von Tieren. Das gilt natürlich auch für Stadtkinder, die leider oftmals weniger Bezug zu freilebenden Tieren haben können. Machen Sie daher doch einmal eine Tier-Tour durch ihre Stadt oder Gemeinde. Dabei kann man mit älteren Kindern auch vereinbaren, dass alle gesehen Tiere fotografiert werden und anschließend eine schöne Albumseite gestalten. Oftmals gibt es in Kirchen Angebote z.B. Fledermäuse oder Eulen im Kirchturm zu besichtigen. Daneben laden natürlich auch Zoos, Streichzoos oder Aquarien zum Besichtigen ein. Hier lohnt sich oftmals eine Jahreskarte. In manchen größeren Städten gibt es auch große Tiergeschäfte, in denen ebenfalls Kleintiere gestreichelt werden dürfen. Möchte man allerdings nicht mit einem neuen Hausbewohner nach Hause kommen, muss man vorher klar vereinbaren, dass keine Tiere mitgenommen werden können. Gerade kleine Kinder haben auch eine große Freude daran Enten, Fische oder auch Tauben in Parks zu füttern (bitte geeignetes Futter mitbringen). Wünschen sich die Kleinen ein eigenes Tier – ist dies aus vielen Gründen aber leider nicht möglich – kann man sich auch in der Nachbarschaft erkundigen, ob eine ältere Dame vielleicht Hilfe beim Gassi gehen benötigt bzw. sich an Tierheime und -Asyle wenden, die teilweise Hunde zum Ausführen oder Besuchen anbieten.

Theater oder Kino-Besuche

Kindertheater und -kinos bieten meist ab ca. 2 Jahren spezielle kurze Vorstellungen für die Kleinsten an. Hier werden z.B. anstelle von Animationsfilmen Bilderbücher auf eine Leinwand projeziert und vorgelesen. In Kindertheatern steht für die kleinen Kinder oftmals das Mitmachen an erster Stelle. Ab rund 3 Jahren gibt es ein reges Angebot an Vorstellungen. Je nach Interesse und Sitzvermögen des Kindes kann man diesem am Ende der Kindergartenzweit bzw. zu Beginn der Volksschule auch einen ersten Oper- oder Konzertbesuch zutrauen. Hier eignet sich z.B. wunderbar die Zauberflöte, welche oftmals bereits am Nachmittag gespielt wird.